Nachricht | Gegen das Vergessen – ein Treffen mit dem Dramatiker András Forgách in der Stolperstein-Ausstellung

Als erster „auctor in commune“ weilt der ungarische Dramatiker András Forgách auf Einladung der Landeshauptstadt Schwerin und der RLS MV als Ehrengast der 24. Schweriner Literaturtage in der Landehauptstadt. Er diskutiert mit Schülerinnen und Schülern, die unter Anleitung der Geschichtslehrerin Christine Kindt mehrere Jahre in zwei Gruppen am Stolperstein-Projekt zur Stolperstein-Initiative Schwerin mitgearbeitet haben.  Bisher sind 82 Stolpersteine in Schwerin verlegt worden. Darunter befinden sich Stolpersteine für ermordete und vertriebene jüdische Schweriner, andere Stolpersteine erinnern an den Gewerkschafter August Lemke, den katholischen Vikar Leopold Wiemker und den Arbeitsmann Otto Trost, der wegen eines sogenannten „Rundfunkverbrechens“ denunziert wurde.
Dank der Überführung des Archivs der Helios-Klinik ins Landeshauptarchiv sind nun die Daten von Euthanasie-Opfern ebenfalls zugänglich und im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Verbrechen am Sachsenberg  von 1933 bis 1945 konnten weitere 13 Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer der NS-Euthanasie verlegt werden. Nun kommen aufgrund jüngster Recherchen im IV. Quartal 2019 fünf  weitere Stolpersteine hinzu.
 
Kurz-Bio: András Forgách, geboren 1952, lebt in Budapest. Er gehört zu den prägenden Gestalten des kulturellen Lebens in Ungarn. Der mehrfach preisgekrönte, vielseitige Autor verfasste zahlreiche Theaterstücke, inszenierte an verschiedenen Theatern, schrieb Drehbücher zu mehreren Filmen und übersetzt literarischer Werke aus dem Englischen, Französischen und Deutschen.
 
Das Treffen findet am 13.11. um 9.00 Uhr im Gymnasium Fridericianum in Schwerin statt und wird von Ulrich Grunert moderiert.

Nutzen sie auch die Möglichkeit weiterer öffentlicher Veranstaltungen um András Forgách kennenzulernen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Schweriner Literaturtage 2019