11. Mai 2017 Film Blut muss fließen

Information

Veranstaltungsort

Ikuwo
Goethestr. 1
17439 Greifswald

Zeit

11.05.2017, 19:00 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe

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Blut muss fließen

Der Film basiert auf einer neunjährigen verdeckten Filmrecherche des Journalisten Thomas Kuban auf Nazi-Konzerten, die die extreme Gewaltbereitschaft und wiederholte Volksverhetzung darstellt.
Der Titel Blut muss fließen bezieht sich auf den Refrain des zitierten Lieds Blut, einer antisemitischen Variante des Heckerliedes, das „zum festen Repertoire vieler rechtsextremer Bands gehört“ und „Repräsentations- oder Identitätssymbol der radikalen Kreise“ ist.

Der Film selbst geht auf die Konzertszene, deren Hintergründe und das öffentliche und politische Bild ein. Viele Konzerte werden durch das verbotene Netzwerk Blood and Honour, Division 28, aber auch die NPD und deren Jugendorganisation organisiert, bei welchen es zu Straftaten, meist Volksverhetzung, kommt.
Die verdeckten Konzertmitschnitte sind der Hauptteil des Films. Aus der Perspektive einer Knopflochkamera werden Konzerte mit hauptsächlich zu Gewalt aufrufenden Texten gezeigt. Auch das Publikum skandiert die Texte mit und unterstützt seinen Ausdruck durch Zeigen des verbotenen Hitlergrußes.
Als Rahmenhandlung werden die verdeckten Dreharbeiten und gesellschaftlichen und politischen Hintergründe dokumentiert. Der Film kritisiert auch Sicherheitsbehörden, die selten einschreiten, und politische Relativierung von Rechtsrock, stellt aber Bürgerinitiativen vor, die sich erfolgreich gegen Rechtsrock gewehrt haben.

Der unter dem Pseudonym Thomas Kuban arbeitende Kameramann tritt dabei als Protagonist auf, der zum eigenen Schutz aber nicht erkennbar gezeigt wird.
Blut muss fließen wurde privat vorfinanziert und von keiner Filmförderung oder Fernsehsanstalt unterstützt.
Bisher wurde der Film nicht veröffentlicht, wird aber von Regisseur Peter Ohlendorf auf einer Filmtournee aufgeführt. Er wurde auf der Berliner 2012 gezeigt und erhielt den 2. Preis des Alternativen Medienpreises 2012.

Im Anschluss an den Film wird es ein Gespräch mit Peter Ohlendorf geben.

Eine Veranstaltung des Arbeistkreises Kritische Juris!innen Greifswald mit Unterstützung der RLS MV. 

 

Standort