24. April 2018 Film KARLA

Ein DEFA-Film über Vision und Alltag im Sozialismus

Information

Veranstaltungsort

Luna Filmtheater
Kanalstr. 13
19288 Ludwigslust

Zeit

24.04.2018, 20:00 - 22:30 Uhr

Themenbereiche

Kultur / Medien

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Filmreihe BRUDERKUSS: Vision und Alltag im Sozialismus

Karla
DEFA/DDR 1965 , Regie: Hermann Zschoche
mit Filmgespräch

Voller Begeisterung tritt die junge Karla Blum ihre erste Stelle als Lehrerin einer Oberschule an. Mit ihren unkonventionellen Denkansätzen trifft sie jedoch schnell auf Widerstände. Herrmann Zschoches Plädoyer für selbständiges und kritisches Denken fiel wie viele andere Filme, die Mitte der 1960er-Jahre entstanden, der Zensur durch das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED zum Opfer und kam erst 1990 zur Aufführung.
Frisch von der Universität, freut sich Karla auf ihre erste Stelle als Lehrerin einer 12. Klasse an der Oberschule. Sie möchte ihre Schüler davon überzeugen, wie wichtig es ist, neugierig zu sein und scheinbare Gewissheiten zu hinterfragen. Damit gerät sie schnell ins Visier der Behörden und einer systemkonformen Schulrätin, aber auch vieler Kollegen und einiger Schüler. Rückhalt findet sie in einem ehemaligen Journalisten, der nicht über die Verbrechen der Stalin-Zeit berichten durfte, und dem Direktor, der von den bitteren Erfahrungen der Kriegs- und Nachkriegsära geprägt wurde.
Das psychologische Kammerspiel zeigt, wie natürliche Neugier und Wissensdrang junger Menschen in einem vergifteten und von Anpassungsdruck geprägten Umfeld langsam vertrocknen und absterben. Auch Karla selbst wird unmerklich in eine „bequeme“ Angepasstheit gezwungen.

Dieser Film läuft mit Unterstützung des Filmfestival Cottbus, das eine bundesweite Filmreihe Filmreihe BRUDERKUSS - VISIONEN & ALLTAG Sozialistische Realität im osteuropäischen Kino organisiert hat.

 


 

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