3. November 2020 Buchvorstellung Verschoben: Danach. Strategien der Linken angesichts der Corona-Krise

Lesung und Gespräch

Information

Veranstaltungsort

Peter-Weiss-Haus
Doberaner Str. 21
18057 Rostock

Zeit

03.11.2020, 18:00 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Gesellschaftstheorie, Kapitalismusanalyse

Zugeordnete Dateien

Die Rosa Luxemburg Stiftung folgt den empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen und führt bis auf Weiteres keine Präsenzveranstaltungen in geschlossenen Räumen durch. Wir möchten damit sowohl Teilnehmende, Gäste und Mitarbeiter*innen schützen, als auch einen Beitrag dazu leisten, die Ausweitung des Corona-Virus einzudämmen.

Bitte an Mund-Nasen-Bedeckung denken!
Viele können sich für die Zukunft eher den Weltuntergang vorstellen, als dass unsere kapitalistische Wirtschaftsweise überwunden wird. Und das obwohl angesichts der sich zuspitzenden sozialen und ökologischen Krise grundlegende gesellschaftliche Veränderungen dringend notwendig sind. Im Zuge der Corona-Pandemie wird der Bedarf an demokratischer Gestaltung unserer Zukunft nochmals deutlicher: neben der Verbesserung im Gegenwärtigen hinaus braucht es Orientierung und Verständigung wohin die gesellschaftliche Entwicklung gehen soll. Dabei konkurrieren neoliberale, konservative, autoritäre Zukunftsdiskurse mit emanzipatorischen und solidarischen Entwürfen.

Gegenstand des Vortrags Dieter Kleins sind die Diskurse, die starken Einfluss unsere Zukunftsvorstellungen und damit an den Auseinandersetzungen zur gegenwärtigen und zukünftigen Gestaltung unserer Gesellschaft haben. Denn: Je tiefer die Krisenprozesse, die den Kapitalismus ergreifen, je mehr die Welt des Kapitalismus aus den Fugen gerät, desto mehr gewinnt der Diskurs über Zukunft oder Ende des Kapitalismus an Bedeutung. Die gesellschaftliche Linke ist aufgefordert ihre Vorschläge einer solidarischen Gesellschaft, eines demokratischen grünen Sozialismus in eine überzeugende und einladende moderne Erzählung zusammenzuführen und die Vielfalt ihrer praktischen Kämpfe im Heute der daraus entstehenden Perspektive für das Morgen zu verbinden.

Prof. em. Dr. Dieter Klein ist Wirtschaftswissenschaftler und war ab Mitte der 80er Jahre am wissenschaftlichen Arbeitszusammenhang zum ‚Modernen Sozialismus‘ involviert, dessen Ziel es war, die Perestroika-Perspektiven aufnehmend, ein Reformprojekt des DDR-Sozialismus zu formulieren. Nach den Umbrüchen 89/90 war er aktiv an der Gestaltung des Übergangs von der SED in die PDS und DIE LINKE beteiligt. Bis zu seiner Emeritierung 1997 hatte er den Lehrstuhl Ökonomische Grundlagen der Politik am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität inne. Weiterhin ist er u.a. im Institut solidarische Moderne und der Rosa-Luxemburg-Stiftung engagiert.

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