24. November 2020 Film Verschoben: Die Reise des jungen Ché

Information

Veranstaltungsort

Filmbüro MV
Bürgermeister-Haupt-Straße 51-53
23966 Wismar

Zeit

24.11.2020, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Mexiko / Mittelamerika / Kuba

Zugeordnete Dateien

Die Rosa Luxemburg Stiftung MV folgt den Vorgaben und führt bis auf Weiteres keine Präsenzveranstaltungen in geschlossenen Räumen durch. Wir möchten damit sowohl Teilnehmende, Gäste und Mitarbeiter*innen schützen, als auch einen Beitrag dazu leisten, die Ausweitung des Corona-Virus einzudämmen. Eine Alternative sind online durchgeführte Bildungsprojekte.

Zusammen mit dem Biochemiker Alberto Granado, einem Freund der Familie, will er auf eine Reise gehen. Die beiden haben einen Traum: Auf Albertos Motorrad, einer betagten Norton 500, die sie optimistisch "La Poderosa" ("Die Allmächtige") nennen, wollen sie quer durch Lateinamerika reisen - ein damals streckenweise noch nicht erkundeter Kontinent. Die beiden starten als unbekümmerte Latino-Easy-Rider, die ihre schmale Reisekasse aufbessern, indem sie sich mit Witz und Improvisation überall durchschnorren. In der Tasche hat Che zusätzlich stolze 15 US-Dollar. Dafür soll er seiner adligen Freundin Chichina einen modischen amerikanischen Badeanzug aus Florida mitbringen. Doch als das klapprige Motorrad seinen Geist aufgibt, erleben die beiden hemdsärmeligen Abenteurer die Welt um sich herum bald aus einer ganz anderen Perspektive. Das Leben der leidgeprüften Wanderarbeiter in Chile und die Arbeit auf einer Leprastation bewegen den jungen Che nachhaltig. Er wird seine Weltsicht verändern. Aus dem Grünschnabel wird allmählich ein Mann, der eine politische Vision entwickelt - und den die Welt heute als Che Guevara kennt.

Das Konterfei von Che Guevara hat inzwischen weit über politische Kreise hinaus einen Platz in der Alltagskultur gefunden. Es ziert T-Shirts und Ansteckbuttons ebenso wie Poster, Gürtelschnallen und Schlüsselanhänger. Doch wer dieser Revolutionsführer eigentlich war, was er dachte und fühlte - diese Frage verschwand hinter seiner schieren Omnipräsenz als Pop-Ikone. Walter Salles hat diesen Prozess umgekehrt und der Ikone wieder menschliche Züge verliehen. Entstanden nach den beiden Büchern "The Motorcycle Diaries. Latinoamericana. Tagebuch einer Motorradreise 1951/52" von Ernesto Guevara und "Mit Che durch Südamerika" von Ches Freund Alberto Granado, erzählt sein Film von jenen acht Monaten, die Guevaras Identität, seine politische Vision und sein Streben nach Gerechtigkeit entscheidend prägten. Der physischen Leinwandpräsenz von Gael García Bernal ("La mala educación - Schlechte Erziehung") ist es zu verdanken, dass der Film nicht dem Pathos erliegt. Zusammen mit Koproduzent Robert Redford gelang Walter Salles, der schon in "Central Station" große Einfühlsamkeit für menschliche Schicksale bewies, ein bildgewaltiges Roadmovie voller Witz und Poesie. Hinter dem Mythos des Che Guevara taucht plötzlich ein Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen auf. (Filmbeschreibung von ARD)


 

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