Zum Hauptinhalt springen

20. Januar 2026: Diskussion/Vortrag : Jüdinnen und Juden in der britischen Arbeiter*innenbewegung

Aktionswoche jüdisches Leben/ AStA Uni Greifswald

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Universität Greifswald
Hörsaal 2 Neues Audimax
Ernst-Lohmeyer-Platz 6
17489 Greifswald

Zeit
20.01.2026, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Nicht erst seit dem 7. Oktober 2023 erscheint es schwer vorstellbar, dass es eine lange gemeinsame Geschichte von jüdischer Emanzipationsbewegung und sozialistischer Arbeiter:innenbewegung gab. Diese war oft spannungsreich und widersprüchlich, doch gleichwohl in Europa, Nordamerika, Südafrika und anderen Regionen sehr ausgeprägt. Jüdinnen und Juden waren überproportional stark in den sozialistischen, kommunistischen und auch anarchistischen Strömungen und Organisationen vertreten. Diese gemeinsame Geschichte wieder stärker in Erinnerung zu rufen, ist Anliegen der Reihe «Jüdinnen und Juden in der internationalen Linken», die Riccardo Altieri, Bernd Hüttner und Florian Weis für die Rosa-Luxemburg-Stiftung herausgeben.
In Großbritannien waren Jüdinnen und Juden lange Zeit ebenfalls überproportional in den Organisationen der Arbeiter:innenbewegung vertreten, in der Labour Party und den Gewerkschaften, zeitweilig ganz besonders stark in der Kommunistischen Partei, vor allem in den 1930er und 1940er Jahren. Das Londoner East End war lange Zeit ein Zentrum jüdischer Einwander:innen aus Osteuropa. Als Oswald Mosleys faschistische Schwarzhemden im Oktober 1936 provokativ durch das East End marschierten, waren Jüdinnen und Juden und die politische Linke ihre Hauptziele. Der Marsch scheiterte in der „Battle of Cable Street“ an einer Allianz von Jüdinnen und Juden, Linken verschiedener Richtung und anderen Gruppen, eine Allianz, die, je nach Darstellung, zwischen 100.000 und 300.000 Menschen au die Straßen brachte.
Die Geschichte dieser jüdisch-linken Allianz soll in dieser Veranstaltung dargestellt werden.

Zur Person:
Florian Weis, geb. 1967 in Hamburg, Historiker. Promotion 1998 zu außenpolitischen Nachkriegsplanungen der Labour Party im Zweiten Weltkrieg („And now – win the Peace“). Seit 1999 in unterschiedlichen Funktionen in der RLS tätig, darunter elf Jahre als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Derzeit als Referent u.a. für die Gesprächskreise „Klassen und Sozialstruktur“ sowie „Antisemitismus/ jüdisch-linke Geschichte und Gegenwart“ zuständig. Mitherausgeber (mit Riccardo Altieri und Bernd Hüttner) der Reihe „Jüdinnen und Juden in der internationalen Linken“ ( https://www.rosalux.de/news/id/53625/juedinnen-und-juden-in-der-internationalen-linken)      

 

Standort

Kontakt

AStA der Universität Greifswald

Ähnliche Veranstaltungen

Hus Uhlenflucht, 18 Februar 2026

: Diskussion/Vortrag

Rostock17:30 Uhr

Wanderquartier der Rostocker Naturfreunde 1921 bis 1933

Frauentagfeier in Wendisch Waren, 08 März 2026

: Lesung/Gespräch

Goldberg15:30 Uhr

und Lesung mit Prof.Dr.Edeltraud Felfe „Leseland DDR — Was Widmungen in Büchern erzählen - Unterwegs…