31. Januar 2020 Diskussion/Vortrag Frauen in Nord-Ost-Syrien (Rojava)

treibende Kraft eines zukunftsträchtigen Gesellschaftsmodells

Information

Veranstaltungsort

Volkshochschule Ehm Welk
Aula
Puschkinstr. 13
19055 Schwerin

Zeit

31.01.2020, 19:00 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Krieg / Frieden, Naher Osten

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Nord-Ost-Syrien (Rojava) geht uns alle an – ein zutiefst demokratisches Experiment, das unter dem zynischen Namen „Operation Friedensquelle“ seit Oktober 2019 vor den Augen einer schweigenden Weltöffentlichkeit vom NATO-“Partner“ Türkei zerstört zu werden droht.

Dieser Gefahr Einhalt zu bieten ist insbesondere auch Sache der kurdischen Frauen und ihrer militärischen Verteidigungseinheiten beim Aufbau eines „Demokratischen Konföderalismus“: die Gleichberechtigung von Kulturen, Religionen und Geschlechtern, die praktische Überwindung nationalstaatlichen Denkens, eine demokratische Selbstverwaltung „von unten“ und eine ökologische und nachhaltige Gesellschaft.

Seit 2014 wird diese Vision in die Tat umgesetzt - eine konkrete Utopie, in der die kurdische Frauenbewegung gemäß dem Ansatz der „Jineolojî“ (Frauenwissenschaft) eine andere Art der Politik anstrebt: gemeinschaftliche Werte zu schaffen wie Kommunalität, Diskussion im Konsens sowie ein fürsorgliches und verantwortungsvolles Miteinander.

Anja Flach berichtet – auch aus eigenen Erfahrungen - über dieses aufregende Experiment und seinen Überlebenskampf gegen die türkisch-djihadistische Invasion. Auf dem Spiel stehe die Möglichkeit eines eigenen Wegs zur Demokratie für die Völker des Mittleren Ostens, aber auch für Europa und den Rest der Welt: Nord-Ost-Syrien / Rojava braucht weltweite Solidarität.

Anja Flach, Ethnologin, Aktivistin der kurdischen Frauenbewegung, Mitglied des Frauenrates Rojbin Hamburg, Autorin der Bücher „Jiyaneke din, ein anderes Leben – Zwei Jahre bei der kurdischen Frauenarmee“ (2003), „Frauen in der kurdischen Guerilla“ (2007) sowie „Revolution in Rojava" (2015) und Aktivistin der Kampagne „Tatort Kurdistan“.

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